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Aktion Gummipflaume 2001: Altmühl |
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Die 120 km lange Altmühl gilt als idealer Fluss für beschauliche Wanderfahrten. Man sagt der Altmühl sogar nach, der langsamste aller bayrischen Flüsse zu sein. Im Kanuwanderführer heißt es: "Langsam fließendes Zahmwasser erlaubt auch wenig erfahrenen Anfängern das ganzjährige Befahren mit allen Bootstypen." Also neben den Kanus wie Kanadier und Kajak auch befahrbar für Schlauchboote vom Typus Gummipflaume. Die PKW-Begleitung entlang des Flusses ist durchgehend möglich.
Das Altmühltal bildet den größten Naturpark Deutschlands. Zum Paddeln eignet sich der Streckenabschnitt zwischen Gunzenhausen bis Beilngries. Im oberen Abschnitt von Gunzenhausen bis Treuchtlingen verläuft der schilfumsäumte Fluss meanderförmig durch Wiesen. Landschaftlich besonders lohnenswert ist das Stück zwischen Treuchtlingen bis Eichstätt. Das Tal verengt sich und Berge treten bis ans Ufer - Höhepunkt bilden die Felstürme "Zwölf Apostel". Die bischöfliche Residenzstadt und Universitätsstadt Eichstätt bildet den kulturellen Mittelpunkt des Tales. Der lange Streckenabschnitt von Eichstätt nach Beilngries ist besonders beliebt wegen der geringen Anzahl von Wehren (nur zwei!). An der Altmühl gibt es sogenannte Zeltplätze und Campingplätze. Die Zeltplätze (Bootsrastplätze mit Zeltmöglichkeit) sind von den Gemeinden angelegt und bieten lediglich Wasser und Toiletten. Nach Auskunft der zentralen Tourist-Information Naturpark Altmühltal in Eichstätt treten für diese Saison (2001) Neuregelungen in Kraft. Es wird eine geringe Gebühr erhoben. Es darf nur noch auf ausgewiesen Plätzen übernachtet werden. Größere Gruppen können nur auf speziellen Plätzen übernachten und müssen vorher angemeldet werden. Die Campingplätze sind privat angelegt, werden kommerziell verwaltet und sind sehr unterschiedlich ausgeprägt -von dem Rasen hinter dem Haus im familiären Ambiente bis zur vollkommenen Parzellierung. Die Campingplätze Kipfenberg, Breitenfurt, Dollnstein und Pappenheim haben wir uns angesehen. Die Campingplätze Kratzmühle und Beilngries liegen für unser Vorhaben zu weit flussabwärts. Nachdem unsere Hoffnung auf einen geeigneten Platz nach Besuch von Kipfenberg, Breitenfurt und Dollnstein zunehmend sank, bildete Pappenheim ein Lichtblick. Der Campingplatz Pappenheim hat von den oben genannten Plätzen die günstigsten Voraussetzungen. Er liegt direkt am Wasser und ist nicht weit vom Ortskern Pappenheim entfernt. Eine zum Platz gehörende kleine Insel, die nur über eine Fußgängerbrücke erreicht werden kann, ist den reinen Zeltern vorbehalten.
Das kleine Pappenheim (Luftkurort) mit seinen ca. 2000 Einwohnern (Gemeinde 4501 Einwohner) ist auch interessant wegen dem malerischen historischen Stadtbild mit der Burg. Bekannt ist es durch den Spruch: "Ich kenne meine Pappenheimer!". Und wenn es uns zu heiß werden sollte - Pappenheim besitzt auch ein Freibad mit 44.000 Quadratmeter Liegefläche und solarbeheizten Becken.
Infos zu Pappenheim: http://www.pappenheim.de Anfahrt Pappenheim:
Wer einen schwimmfähigen Untersatz hat, sollte ihn mitbringen. Wer keinen hat, kann evtl. mitfahren oder selber ein Kanu daheim (z.B. Adventurer Shop in Karlsruhe oder Stephan Bootsbau in Blankenloch) oder an der Altmühl ausleihen. Ein Preisvergleich gegenüber dem lokalen Bootsverleih ist sinnvoll. Für den Transport der Boote/Personen fallen extra Kosten in Abhängigkeit der Wegstrecke an. Wir haben einige Verleiher besucht und mussten feststellen, dass auch der physische Zustand der Boote recht unterschiedlich ist (z.B. Eichstätt gegenüber Walting).
Da die Altmühl sowohl von Wanderern zu Fuß, auf dem Rad als auch mit dem Boot sehr beliebt ist, kann es bei gutem Wetter und langen Wochenenden zu Engpässen kommen. Eine rechtzeitige Anmeldung für Campingplatz und evtl. Bootreservierung ist ratsam. |
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